Inklusion und Teilhabe
Das universitäre Leben kann Hürden mit sich bringen, besonders für Menschen mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung. Durch den Abbau von physischen, digitalen, sprachlichen und anderen Barrieren wollen wir eine einfachere Teilhabe für Studierende und Mitarbeitende an der Universität Bonn ermöglichen.
Imagefilm aus dem Projekt „Vielfalt an deutschen Hochschulen“ (2024)
Bild © Universität Bonn / YouTube
Was ist Inklusion?
Inklusion bedeutet, dass Strukturen von vornherein so gestaltet werden, dass sie allen Menschen und insbesondere behinderten Menschen gerecht werden. Maßnahmen, die Barrieren reduzieren, kommen grundsätzlich allen zugute – auch denen, die temporär Barrieren erleben.
Tatsächlich erfahren wesentlich mehr Personen Barrieren im Alltag, als man denkt. Oftmals haben sie die Sorge, durch die offizielle Angabe einer (nicht-sichtbaren) Behinderung persönliche Nachteile zu erfahren. Durch mehr Awareness und Aufklärung wollen wir ein Umfeld geschaffen, in dem sich Menschen sicher sein können, durch das Mitteilen ihrer Einschränkungen Unterstützung anstatt Ablehnung zu bekommen.
Unser Ziel ist es, sowohl umweltbedingte als auch haltungsbezogene Barrieren abzubauen und so der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gerecht zu werden.
Was wir für mehr Teilhabe tun
Physische Barrierefreiheit
Verbesserung der physischen Barrierefreiheit und Bereitstellung von Informationen zur Zugänglichkeit
Digitale Barrierefreiheit
Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit von IT-Anwendungen und Lehrmaterialien
Unterstützung
Ausbau von Unterstützungsangeboten, Lehre und Forschung
Nachteilsausgleiche
Fachspezifische Evaluation und Optimierung der Vergabe von Nachteilsausgleichen
Kommunikation
Interne und externe barrierefreie Kommunikation
Daran arbeiten wir
Quick Wins für Digitale Barrierefreiheit
Im Projekt „Quick Wins für Digitale Barrierefreiheit“ werden Maßnahmen und Strategien für mehr digitale Barrierefreiheit in IT-Anwendungen der Universität Bonn entwickelt. Hier finden Sie weitere Informationen dazu.
Checklisten und Tools für Digitale Barrierefreiheit
Hier finden Sie verschiedene Leitfäden und Vorlagen, mit denen Sie Dokumente und Webinhalte barrierefrei gestalten können, um ihre Lehrveranstaltung oder ihren Webauftritt für alle zugänglich zu machen.
Ansprechpersonen für Studierende
Hier finden Sie eine Übersicht aller Ansprechpersonen für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung an den Fakultäten der Universität Bonn.
Arbeits-, Ruhe- und Rückzugsräume
Auf dieser Seite finden Sie eine Auflistung über alle Räume und Arbeitsplätze an der Uni Bonn für Personen mit Behinderung.
Förderprogramm "Inklusive Hochschule"
Das Förderprogramm unterstützt Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung bei ihrem Studium. Details zum Antrags- und Auswahlverfahren finden Sie hier.
Arbeitskreis INKLUSION
Im Arbeitskreis Inklusion vernetzen sich Akteur*innen der Universität, die im Bereich Inklusion tätig sind, um strukturelle Barrieren zu benennen und gemeinsam strategische Lösungsideen zu entwickeln. Neben der strategischen Arbeit stehen der Austausch und die Vernetzung untereinander im Fokus. Wir freuen uns jederzeit über Personen (mit und ohne Behinderung oder chronischer Erkrankung), die Interesse daran haben, den AK Inklusion mit ihrer Perspektive zu bereichern. Interesse? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Angebote zum Thema Inklusion und Teilhabe
Hier finden Sie verschiedene Angebote der Uni Bonn für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende zum Thema Inklusion und Teilhabe.
Angebote zum Thema (digitale) Barrierefreiheit
Studierende, die während des Studiums auf Barrieren treffen, können bei der Beauftragten für Studierende mit Behinderung eine vertrauliche und lösungsorientierte Beratung in Anspruch nehmen. Die Beauftragte fungiert als Interessenvertretung für die Belange gesundheitlich beeinträchtigter Studierender, berät bei der Orientierung vor dem Studium, zu Unterstützungsmöglichkeiten und individuellen Ausgleichsmaßnahmen während des Studiums und unterstützt in Konfliktfällen.
Die Vertrauensperson der schwerbehinderten Beschäftigten und ihre Stellvertreter*innen beraten und vertreten schwerbehinderte Kolleg*innen und ihnen Gleichgestellte mit dem Ziel der Inklusion am Arbeitsplatz.
Der AStA der Universität Bonn setzt sich ebenfalls für die Belange von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung ein. Neben einem regulären Beratungsangebot für behinderte, chronisch oder psychisch kranke, neurodivergente und Taube Studierende (CIMND*), finden auch regelmäßig Veranstaltungen zur Vernetzung statt. Das CIMND*-Referat setzt sich für die Belange der von Ableismus betroffenen Studierenden ein.
Beratung zu Fragen der Finanzierung, Stipendien, Leistungen der Eingliederungshilfe, Pflege und Assistenz sowie Fragen der Wohnungssuche erhalten Studierende mit Behinderung und / oder chronischer Erkrankung beim Studierendenwerk Bonn.
Der Hochschulsport der Uni Bonn hat ein inklusives Sportangebot etabliert und bietet verschiedene Möglichkeiten, mit anderen Sport zu treiben und die individuelle Leistungsfähigkeit zu entfalten - unabhängig von persönlichen Fähigkeiten, Kompetenzen oder Vorerfahrungen.
Die Angebote des Hochschulsports stehen grundsätzlich allen Studierenden und Mitarbeitenden offen, individuelle Anpassungen sind jederzeit möglich.
Studierende und Promovierende, die ein Semester im europäischen Ausland verbringen möchten, können über das Erasmus+ Programm eine finanzielle Förderung erhalten. Eine zusätzliche Förderung können Personen in „diversen“ Lebenssituationen erhalten. Dazu gehören Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung, Studierende die mit Kind ins Ausland gehen, berufstätige Studierende / Promovierende sowie Erstakademiker*innen.
Informationen zur Barrierefreiheit und zu Ansprechpersonen im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften finden Sie hier.
Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Die Geowissenschaften haben auf ihrer Seite eine Auflistung veröffentlicht, die alle Seminarräume nach Barrierefreiheit bewertet.
Das DH.NRW-Projekt "Kompetenzzentrum Digitale Barrierefreiheit" begleitet Studierende mit Behinderungen an Hochschulen in NRW im Umgang mit (ihren) assistiven Tools im Studienalltag. Es bietet außeredem eine offene Sprechstunden und Beratung an.
Julia Lindenberg (sie/ihr)
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Im Diversity-Glossar werden relevante Begriffe im Themenfeld Diversität erklärt.
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