Antidiskriminierung
Wissentlich, dass Diskriminierung im universitären Kontext nicht gänzlich verhindert werden kann, ist Antidiskriminierung ein wichtiger und unverzichtbarer Baustein. Ziel ist es, durch Maßnahmen des Diskriminierungsschutzes die Arbeits- und Lebensbedingungen an der Hochschule gleichberechtigt und diskriminierungssensibel zu gestalten. Denn Diversität, und damit auch die Wertschätzung dieser, ist eine Voraussetzung für Exzellenz und Innovation in Lehre und Forschung.
Gegen sexualisierte Diskriminierung und Gewalt | Uni Bonn
Bild © Universität Bonn / YouTube
Was ist Diskriminierung?
Unter Diskriminierung wird im juristischen Sinne die ungleiche Behandlung einer Person aufgrund von geschützten Diskriminierungsmerkmalen, ohne dass dafür eine sachliche Begründung vorliegt, verstanden. Eine Benachteiligung liegt vor, wenn Gleiches unterschiedlich behandelt wird, aber auch dann, wenn Personen mit unterschiedlichen Voraussetzungen gleich behandelt werden. Diese Form der Ungerechtigkeit kann sich in den Handlungen einer Person, in Regelungen oder Maßnahmen manifestieren.
Wesentlich für die Beurteilung von Diskriminierung ist das Resultat der ungleichen Behandlung, nicht die Absicht oder das Motiv dahinter. Zudem sind für eine Hochschule, die Diskriminierung verhindern möchte, weitere Merkmale von bedeutender schutzwürdiger Relevanz, wie zum Beispiel der Familienstatus, die soziale Herkunft oder chronische Krankheiten.
Gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzt (AGG) sind Menschen zu schützen, die Benachteiligung erfahren aufgrund von:
- rassistischer Zuschreibung
- ethnischer Herkunft
- Geschlecht (umfasst auch trans* und inter* Personen)
- Religion oder Weltanschauung (umfasst auch Nichtzugehörigkeit zu einer Religion oder Weltanschauung)
- Behinderung
- Lebensalter
- sexuelle Identität
Richtlinien gegen Diskriminierung
Antidiskriminierungsrichtlinie
Die Universität Bonn formuliert verbindliche Vorgaben für Fälle von Diskriminierung in Form einer Antidiskriminierungsrichtlinie, die auf den Prinzipien des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes basiert.
Richtlinie zu sexualisierter Diskriminierung und Gewalt
In der SDG Richtlinie definiert die Universität Bonn Verhaltensmaßstäbe, Verfahrensabläufe und mögliche Reaktionen im Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt.
Das tun wir gegen Diskriminierung
In der Diversitätsstrategie hat sich die Uni Bonn bis 2030 im Bereich Antidiskriminierung vorgenommen, stetig an diesen Themen strukturell zu arbeiten.
Schutzkonzept
Förderung von Antidiskriminierung und Opferschutzmaßnahmen
Beratung
Weiterentwicklung und Stärkung der
Beratungsstrukturen und -praxis in Hinblick
auf Antidiskriminierung
Empowerment & Awareness
Förderung einer diskriminierungssensiblen
Hochschulkultur
Karriereförderung
Verbesserung der Karrierechancen durch
diversitätssensible Strukturen
Unsere Angebote
Awareness
Auf dieser Seite können Sie Informationen zum Thema Awareness finden und wie Sie diese besonders bei der Planung von Veranstaltungen mehr mitdenken können.
Netzwerke für Beschäftigte
Die Netzwerke sollen einen informellen Ort für Beschäftigte bieten, die sich auf freiwilliger Basis zusammenschließen, um gemeinsame Interessen, Ziele oder Erfahrungen zu teilen.
Vorgehen gegen Machtmissbrauch
Der Universitätsbeauftragte gegen Machtmissbrauch berät das Rektorat und die Fakultäten und steht in Fällen von Machtmissbrauch Beratungs- und Vertrauenspersonen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Vertrauensdozierende Antisemitismus
Die Vertrauensdozierenden gegen Antisemitismus stehen als Kontakt für jüdische Mitglieder und Angehörige der Universität Bonn sowie jüdische Gäste zur Verfügung.
Rassismuskritische Beratung
Die rassismuskritische Einzelberatung wird durchgeführt von Eden Abrehet, Psychologische Beraterin und Trainerin für Empowerment und Antidiskriminierung.
Hilfe bei Diskriminierung?
Benachteiligungen, Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt werden an der Universität Bonn nicht geduldet. Meldestellen für Fehlverhalten und Beratungsstellen im Falle von Diskriminierung finden Sie hier.
Weitere Angebote
Hier finden Sie verschiedene Angebote der Uni Bonn für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende zum Thema Antidiskriminierung.
Angebote für Studierende
HateAid ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt und sich auf gesellschaftlicher wie politischer Ebene gegen digitale Gewalt und ihre Folgen engagiert. Sie bietet außerdem Beratung und rechtliche Unterstützung für Menschen, die von digitaler Gewalt betroffen sind.
Die Nightline Köln steht Studierenden am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 21 bis 24 Uhr zur Verfügung. Sei es Stress im Studium oder Sorgen des Alltags, Prüfungsangst, Geldprobleme oder Streit in der Beziehung – kein Thema ist zu groß und keines zu klein.
Angebote für Mitarbeitende
Die Personalentwicklung bietet regelmäßig Fortbildungen zu verschiedenen Themen mit Diversity-Bezug an. Auf ihrer Website finden Sie einen Überblick über kommende Veranstaltungen.
Die Universität Bonn engagiert sich aktiv für gefährdete Forschende, die aufgrund von Verfolgung oder Gewalt nicht mehr in ihren Heimatländern arbeiten können. Einen Überblick über die wichtigsten Angebote finden Sie hier.
Im Sommer 2022 erweiterte die DFG ihre „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ um den Aspekt Diversität. Denn: exzellente Wissenschaft braucht Diversität und Originalität. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zu einer diversitätssensiblen Antragsstellung auf unserer Confluence-Seite zusammengefasst.
Kontakt
Esther Kilian (sie/ihr)
Dechenstraße 3-11
53115 Bonn
Naomi Salbert (sie/ihr)
Dechenstraße 3-11
53115 Bonn
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Diversitätsstrategie
Hier finden Sie einen Überblick über die Diversitätsstrategie der Uni Bonn bis 2030.
Diversity-Glossar
Im Diversity-Glossar werden relevante Begriffe im Themenfeld Diversität erklärt.
Aktuelles
Alle aktuellen Nachrichten und Veranstaltungen zum Thema Diversität finden Sie hier.