Kostenfreie Menstruationsprodukte

Die Universität Bonn bietet nun für Studierende kostenfreie Menstruationsprodukte an. Das Projekt befindet sich während des Sommersemesters 2022 in der Pilotphase. Die Spender befinden sich auf sieben ausgewählten Toiletten an zentralen Standorten.

Ein Pilotprojekt der Universität Bonn

Mit dem Angebot trägt die Universität Bonn dazu bei, Barrieren abzubauen und Chancengerechtigkeit umzusetzen. Durch das Projekt wird der sogenannten Periodenarmut entgegengewirkt und das Thema Menstruation weiter enttabuisiert.

Ihr findet die Produkte in Spendern auf sieben Damentoiletten in unterschiedlichen Universitätsgebäuden. Enthalten sind Tampons (Größe Normal) und Binden der Marke Periodically. Die Produkte sind aus Bio-Baumwolle und frei von Chemikalien, Chlorbleiche und Parfüm. Menstruierende Studierende sind herzlich eingeladen, diesen neuen Service zu nutzen.

Mehr Infos zu den Hintergründen des Projekts findet ihr in unserem FAQ.

Nehmt an der Umfrage teil!

Unser Ziel ist es, das Angebot der kostenlosen Menstruationsprodukte universitätsweit zu erweitern. Euer Feedback hilft dabei, dass Angebot dauerhaft an der Universität zu etablieren. Der AStA führt derzeit eine Umfrage durch, die das Pilotprojekt flankiert und über deren Teilnahme u.a. der Bedarf an der Universität abgefragt wird. Hier könnt ihr an der Umfrage teilnehmen:

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Herr Andraczek (AStA) und Frau Prof. Dr. Förster (Prorektorin für Chancengerechtigkeit und Diversität) präsentieren eine der Menstruationsboxen. © Barbara Frommann / Universität Bonn

Menstruationsprodukte geben Studierenden die Möglichkeit, am Studienalltag teilzuhaben. Als Zeichen für Teilhabe und Chancengerechtigkeit, machen wir uns deshalb für die kostenlose Bereitstellung der Hygieneartikel stark.

- Jonathan Andraczek, ehem. Vorsitzender des AStA der Uni Bonn

Indem wir kostenlose Periodenprodukte anbieten, haben wir einen ganz praktischen Ansatz gewählt, um der Periodenarmut entgegenzuwirken und soziale Ungerechtigkeit abzubauen.

- Prof. Dr. Irmgard Förster, Prorektorin für Chancengerechtigkeit und Diversität

Hinweis

Bitte nehmt nur so viele Artikel wie ihr braucht. Gebrauchte Periodenartikel bitte in den dafür vorgesehenen Behälter entsorgen.

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© Barbara Frommann / Universität Bonn

Warum gibt es jetzt kostenfreie Menstruationsprodukte auf den Toiletten?

Bei den Produkten handelt es sich um Hygieneartikel, die, ähnlich wie Toilettenpapier, zum alltäglichen Gebrauch gehören. Wie Toilettenpapier, Handseife oder Papiertücher sollten Menstruationsprodukte für menstruierende Studierende auf den Toiletten der Universitätsgebäude zu Verfügung stehen, damit keine Nachteile für diese beim Besuch der Universität entstehen.

Frequently Asked Questions

Studierende, die menstruieren und für die der Erwerb von Hygieneartikeln jeden Monat eine finanzielle Belastung darstellt, möchten unter Umständen das Haus während ihrer Periode nicht verlassen und können somit die Universität nicht besuchen. Oder tritt die Periode plötzlich während des Besuchs der Hochschule auf und die betreffende Person hat keine Hygieneartikel dabei, muss sie nach Hause fahren. Wer keine Möglichkeit hat, den natürlichen Prozess der Menstruation auf hygienische und nicht gesundheitsgefährdende Art und Weise handzuhaben, hat somit nicht den gleichen Zugang zu Bildung wie eine Person, die nicht menstruiert. Dies entspricht nicht unserer Vorstellung von Chancengerechtigkeit. Die Universität möchte dieser Ungerechtigkeit entgegenwirken, indem sie nun kostenlose Menstruationsartikel bereitstellt.

Das Thema der Menstruation soll durch das Angebot enttabuisiert, aber nicht simplifiziert werden. Menstruationsartikel zur Verfügung zu stellen ist ein wichtiger Schritt, den die Universität tätigen kann. Jedoch ist dadurch nicht jeder Nachteil, den Menstruierende gegenüber nicht-menstruierenden Menschen haben, überwunden. Starke Regelschmerzen und andere Nebenwirkungen der Periode können den Universitätsalltag ebenfalls stark beeinträchtigen.

Wenn  eine menstruierende Personen nicht die finanziellen nötigen Mittel zur Verfügung hat oder es eine starke finanzielle Belastung darstellt, geeignete Hygieneartikel zu erwerben, wird dies „Periodenarmut“ genannt (kinderschutzbund-berlin.de). In Deutschland sind laut utopia.de rund 100.000 Menstruierende von Periodenarmut betroffen.

Die finanzielle Belastung von Studierenden durch ihre Menstruation ist nicht zu unterschätzen. Das Angebot der kostenfreien Menstruationsprodukte soll die Studierenden finanziell entlasten und vor der Periodenarmut bewahren.

Für das Pilotprojekt wurden die Spender ausschließlich auf Damentoiletten installiert. Uns ist bewusst, dass Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht menstruieren können. Auch z.B. trans*-, nichtbinäre oder inter* Personen können menstruieren. Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, nach dem Ende des Pilotprojekts auch Männertoiletten gendergerecht einzurichten.

Die Produkte in den Spendern sind prinzipiell für alle Studierenden gedacht, die menstruieren und gerade einen Hygieneartikel benötigen. Wir bitten alle Nutzer*innen darum, nur so viele Artikel herauszunehmen, wie sie gerade benötigen, und diese nach der Verwendung in den entsprechenden Abfalleimern zu entsorgen.

Solltest du einen Spender leer vorfinden, bitten wir dich, uns zu untersützen und eine Mail an Sven Linke, Sachgebietsleiter für Reinigung/Schädlingsbekämpfung und Bewachung, unter
linke@verwaltung.uni-bonn.de zu senden und bitte den Standort mit anzugeben.

Die Menstruationsprodukte auf den Toiletten der Universität werden während der Pilotphase vom Prorektorat für Chancengerechtigkeit und Diversität finanziert.

Bereits einige Universitäten in Deutschland, z.B. die Universität Potsdam, Universität Stuttgart oder die Universität Passau bieten auf ihren Toiletten kostenfreie Menstruationsprodukte an.  An den Universitäten Stuttgart und Passau zurzeit ebenfalls in der Form von Pilotprojekten.

Wenn die Umfrage ergibt, dass ein Bedarf für kostenfreie Menstruationsprodukte an der Universität Bonn besteht und wenn ein verantwortlicher, zweckbestimmter Umgang mit diesen Produkten erfolgt, wird sich die Prorektorin für Chancengerechtigkeit und Diversität für einen Rektoratsbeschluss einsetzen, der sich für eine Etablierung an der gesamten Universität ausspricht. Also nehmt bitte an der Umfrage teil, damit das Angebot langfristig fortbestehen kann.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Studierende, da diese am stärksten von Periodenarmut und einem eingeschränkten Zugang zur Bildung betroffen sind. Langfristig würden wir uns dafür einsetzen, dass die Spender in weiteren Gebäuden platziert werden, so dass die Produkte universitätsweit genutzt werden können.


Auf diesen Toiletten befinden sich kostenfreie Menstruationsprodukte:


Kontakt

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Sarah Kasper-Brötz

Referentin für Chancengerechtigkeit und Diversität

Poppelsdorfer Allee 24

53115 Bonn

+49 228 73 5886

Stabsstelle für Chancengerechtigkeit und Diversität

Die Stabsstelle unterstützt und berät das Rektorat bei der (Weiter-)Entwicklung von Konzepten zur Förderung von Chancengerechtigkeit und Diversität.

Kontakt

+49 228 73 5818

chancengerechtigkeit@uni-bonn.de

Adresse

Poppelsdorfer Allee 24
53115 Bonn

AStA

Der Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) vertritt die Interessen aller Studierenden der Univerisät Bonn.

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+49 (0)228 73-7030

info@asta.uni-bonn.de

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AStA der Uni Bonn
Endenicher Allee 19 (Container)
53115 Bonn

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